Frührente · Sparplan

Kann man sich eigentlich Freizeit kaufen?

Zwischen Ihrem Wunschtermin und der gesetzlichen Rente klafft eine Lücke. Die schließen Sie selbst. Rechnen Sie von beiden Seiten – vom Wunschtermin oder vom verfügbaren Budget aus.

Ihre Eckdaten

Ab hier wird gespart.
Jahre
In heutiger Kaufkraft, pro Monat.
€ / Monat
Diese Jahre finanzieren Sie komplett selbst.
Jahre früher
Annahmen
2,0 %
0 %6 %
67
6070

Ihr Sparplan

Monatlich zurücklegen
€ / Monat
ab sofort, konstant bis zum Rentenstart
Zielkapital brutto vor Abzug der Steuer
Zu überbrücken Jahre ohne gesetzliche Rente
Ansparphase bis zum Rentenstart
Bedarf bei Rentenstart nominal, monatlich
Eigene Einzahlungen
Kursgewinne
Abgeltungsteuer (26,375 %)
Netto verfügbar

So funktioniert's: Das Kapital trägt nur die Jahre zwischen Ihrem Wunschtermin und der gesetzlichen Altersgrenze. Danach übernimmt die gesetzliche Rente – der Topf darf also planmäßig leer werden.

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Die Rechnung im Detail

Feste Größen

Rendite Ansparphase   r  = 5,5 %   ·  2,5 % wenn Ansparphase < 15 Jahre
Rendite Auszahlphase  r_E = 2,0 %
Steuersatz            s  = 25 % · 1,055 = 26,375 %   (pauschal)

Die Renditen der Ansparphase sind Nettowerte: 7,0 % bzw. 4,0 % Marktrendite abzüglich 1,5 % p.a. angenommener Produktkosten.

1 · Zeitachse

Rentenstart   A₁ = G − F          G = gesetzliche Grenze, F = Jahre früher
Ansparphase   n  = A₁ − A₀         A₀ = heutiges Alter

2 · Bedarf bei Rentenstart

Der heute genannte Wunschbetrag W verliert bis dahin an Kaufkraft und wird mit der Inflation i aufgezinst.

W_nom = W · (1 + i)ⁿ

3 · Nettokapital am Stichtag

Das Restkapital verzinst sich während der Entnahme mit r_E, die Entnahmen steigen mit der Inflation. Beides zusammen ergibt den realen Zins g. Monatlich vorschüssig gerechnet, der Topf ist am Ende exakt leer. Bei i = 2 % hebt sich g auf und die Formel fällt auf den einfachen Fall W_nom · 12 · F zurück.

i_m  = (1 + i)^(1/12) − 1
rE_m = (1 + r_E)^(1/12) − 1
g_m  = (1 + rE_m) / (1 + i_m) − 1
M    = 12 · F

K_netto = W_nom · [1 − (1 + g_m)^(−M)] / g_m · (1 + g_m)

4 · Sparrate (Modus «Ich weiß, wann»)

Die Steuer fällt nur auf Gewinne an, die Gewinne hängen aber von der Sparrate ab, die wiederum aus dem Kapitalbedarf folgt. Statt zu iterieren lässt sich das direkt auflösen – Endwert m·F_A minus Steuer auf (m·F_A − m·N) gleich K_netto, nach m umgestellt:

N   = 12 · n
r_m = (1 + r)^(1/12) − 1
F_A = [(1 + r_m)^N − 1] / r_m · (1 + r_m)      Rentenendwertfaktor

        K_netto
m = ─────────────────────
    F_A · (1 − s) + s · N

K_brutto = m · F_A
Steuer   = s · (K_brutto − m · N)

5 · Rentenstart (Modus «Ich weiß, wie viel»)

Hier ist m gegeben und F gesucht. Nach F lässt sich nicht geschlossen auflösen – F steckt im Exponenten, gleichzeitig hängt die Rendite über die 15-Jahres-Schwelle sprunghaft von F ab. Der Rechner sucht deshalb monatsweise das größte F, bei dem das erreichbare Nettokapital den Bedarf noch deckt:

für F = 1/12, 2/12, … Jahre:

    n         = G − A₀ − F
    erreicht  = m · F_A(n) · (1 − s) + s · m · N
    benötigt  = K_netto(F, n)

    gültig, solange erreicht ≥ benötigt

Ergebnis: das größte gültige F, auf den Monat genau.

Beide Modi nutzen dieselben Bausteine – die Rückwärtsrechnung liefert bei der vorwärts ermittelten Sparrate exakt wieder den eingegebenen Wunschtermin.

Vereinfachungen

Sparerpauschbetrag und Vorabpauschale bleiben außen vor. Die Steuer wird komplett zum Rentenstart angesetzt statt über die Entnahmejahre verteilt – das rechnet leicht konservativ. Die Renditestufe bei 15 Jahren ist ein Sprung, kein Übergang.